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Laabs Kowalski, “So zärtlich war das Ruhrgebiet” 
2013 | ASIN: B00CMDZGXO | 108 pages | EPUB | 3,3 MB

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Wir Kinder der Siebziger saßen in Autos, die weder mit Sicherheitsgurten noch mit Airbags ausgestattet waren. Unsere Kindermöbel und Spielsachen waren voller Blei und Cadmium. Beim Fahrradfahren trugen wir nie einen Helm. Wir aßen Süßigkeiten und wurden trotzdem nicht zu dick. Statt Playstation, Wii, Nintendo und dergleichen mehr hatten wir etwas, das viel, viel besser war: Geschwister, Spielgefährten, Freunde. Und eine Familie, die hatten wir auch – eine mit vielen Tanten, Onkeln, Cousins und Cousinen, Großtanten, Großeltern und anderen, die nicht mit uns verwandt waren, aber dennoch zur Familie gehörten. Dies hier ist ihre Geschichte, eine Geschichte, die in den Siebziger Jahren im Ruhrgebiet spielt, genauer gesagt in Dortmund, und hoffentlich Erinnungen weckt – Erinnerungen an Bonanza-Fahrräder, Raumschiff-Enterprise, Glam-Rock und vieles, vieles mehr.

Und auch daran, dass seine Familie und Sippe anders ist, lässt Kowalski keinen Zweifel. Da werden Schuldirektoren schon mal vom Vater in den Schwitzkasten genommen, unentwegt Koteletts paniert und gebraten, und ein gemeinsamer Rumänienurlaub endet beinahe im Gefängnis.

Skurril und liebevoll schildert der Autor eine Kindheit, wie sie nur in den Siebziger Jahren des vorigen Jahrtausends möglich war.

 

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